Themen in diesem Artikel
- Was sind Neurotransmitter?
- Was sind Neuronen?
- Wie funktioniert die Impulsübertragung?
- Verschiedene Arten von Neurotransmittern: Serotonin, Dopamin und GABA
- Neurotransmitter aus dem Gleichgewicht?
Was sind Neurotransmitter?
Neurotransmitter spielen eine entscheidende Rolle bei der Übertragung von Signalen im Gehirn und im zentralen Nervensystem. Es gibt mehr als 100 aktive Neurotransmitter in unserem Körper. Sie nutzen Nervenzellen (Neuronen), um miteinander zu kommunizieren. Einige der wichtigsten sind: Serotonin, Dopamin und GABA.
Was sind Neuronen?
Neuronen werden auch Nervenzellen genannt. Es sind spezialisierte Zellen im Nervensystem, die elektrische und chemische Signale weiterleiten. Sie bilden die Grundlage dafür, wie Sie denken, fühlen, sich bewegen und Informationen verarbeiten. Ohne Neuronen wäre Kommunikation in Ihrem Körper unmöglich.
Verschiedene Arten von Neuronen senden unterschiedliche Signale:
- Sinnesneuronen: leiten Signale von den Sinnesorganen an das Gehirn.
- Motorische Neuronen: senden Signale vom Gehirn an die Muskeln.
- Schaltneuronen: verbinden andere Neuronen im Gehirn und Rückenmark.
Wie funktioniert die Impulsübertragung?
Die Kommunikation zwischen Neuronen in Ihrem Körper verläuft nach einem festen Prozess:
- Sie sehen, riechen, hören oder fühlen etwas. Dieser „Reiz“ aktiviert eine Sinneszelle.
- Der Reiz wird in einen Impuls, ein elektrisches Signal, umgewandelt.
- Der Impuls wandert über ein Neuron zum Gehirn.
- Zwischen jedem Übergang von Neuronen befindet sich eine Synapse.
- Die Synapse ist der kleine Raum zwischen zwei Neuronen, in dem Neurotransmitter freigesetzt werden, die das Signal an das nächste Neuron weitergeben.
- Anschließend erreicht das Signal das richtige Gehirnareal, wo es verarbeitet wird.
Verschiedene Arten von Neurotransmittern: Serotonin, Dopamin und GABA
Es gibt eine Reihe wichtiger Neurotransmitter, die unterschiedliche Funktionen in unserem Gehirn und zentralen Nervensystem haben. Diese können eine erregende oder hemmende Wirkung besitzen.
Erregende Neurotransmitter sorgen dafür, dass ein Signal an die nächste Zelle weitergegeben wird. Hemmende Neurotransmitter verringern die Aktivität dieser Zelle. Das Zusammenspiel verschiedener Neurotransmitter entscheidet darüber, ob ein Signal tatsächlich zwischen den Zellen weitergegeben wird.
Beispiele für Neurotransmitter sind Serotonin, Dopamin und GABA.
Serotonin: das Glückshormon
Serotonin wird auch als „Glückshormon“ bezeichnet. Dieser Neurotransmitter beeinflusst unter anderem Ihre Stimmung, den Schlaf, den Appetit und das Schmerzempfinden. Außerdem ist Serotonin notwendig, um Melatonin zu bilden, das Hormon, das Ihren Schlaf-Wach-Rhythmus steuert. Etwa 90–95 % des gesamten Serotonins in Ihrem Körper befinden sich im Darm.
Wie wird Serotonin gebildet?
Sie können die Bildung von Serotonin auf natürliche Weise unterstützen durch:
- Sonnenlicht
- Bewegung, besonders Ausdauersport
- Gesunde Ernährung, reich an Tryptophan
- Vermeidung von chronischem Stress
- Ausreichenden Schlaf
Wo steckt Serotonin drin?
Serotonin selbst können Sie nicht direkt aus Lebensmitteln aufnehmen, aber Sie können tryptophanreiche Nahrungsmittel essen. Dieses Aminosäure braucht Ihr Körper, um Serotonin zu produzieren. Lebensmittel wie Bananen, Eier, Lachs, Huhn, Pute, Käse, Zartbitterschokolade, Nüsse und Samen sind reich an Tryptophan.
Mehrere Vitamine und Mineralstoffe sind an der Serotoninbildung beteiligt. Diese können Sie über die Ernährung aufnehmen oder über Nahrungsergänzungsmittel als tägliche Ergänzung zuführen:
- Eisen
- Zink
- Calcium
- Magnesium
- Vitamin B3, B6 und B11
- Vitamin C
Dopamin und die Belohnung von Verhalten
Der Neurotransmitter Dopamin ist vor allem an Motivation, Belohnung, Bewegung und Freude beteiligt. Dopamin wird freigesetzt, wenn Sie etwas tun, das Ihr Gehirn als positiv empfindet. Es motiviert Sie, Dinge zu tun und Ziele zu erreichen. Außerdem regt es zum Handeln an und vermittelt ein Gefühl der Belohnung bei Erfolg oder Freude. Dieses Belohnungssystem unterstützt auch Ihre Konzentration und Ihr Lernvermögen.
Dopaminbildung
Sie können die Dopaminbildung auf natürliche Weise fördern durch:
- Sonnenlicht
- Ausreichend Schlaf
- Regelmäßige Bewegung, besonders Ausdauersport
- Kleine Ziele setzen und erreichen
- Musik hören, die Sie berührt oder motiviert
- Kreative Aktivitäten wie Zeichnen, Schreiben, Tanzen oder Musizieren
- Meditation oder Atemübungen
- Komplimente geben oder erhalten
- Überstimulation und Abhängigkeiten vermeiden
- Gesunde Ernährung, reich an Tyrosin
Wo steckt Dopamin drin?
Dopamin wird aus den Aminosäuren Phenylalanin und Tyrosin gebildet. Um die Dopaminproduktion zu unterstützen, können Sie eiweißreiche Lebensmittel essen. Zum Beispiel Eier, Fleisch, Fisch und Soja. Auch Vitamine und Mineralstoffe können die Dopaminbildung in Ihrem Körper fördern.
Wenn Ihr Körper auf natürliche Weise Dopamin bildet, sind mehrere Vitamine und Mineralstoffe beteiligt:
- Eisen
- Zink
- Magnesium
- Vitamin B3, B6 und B11
- Vitamin C
Der Neurotransmitter GABA
Gamma-Aminobuttersäure, kurz GABA, spielt eine Rolle bei Schlaf, Stimmung und Gefühlen von Ruhe und Gelassenheit. Mit zunehmendem Alter nimmt die Bildung dieses Neurotransmitters ab. Ihr Körper produziert immer weniger GABA, sodass ein zusätzlicher Bedarf entstehen kann. Dies können Sie auf natürliche Weise über die Ernährung oder mit Nahrungsergänzungsmitteln unterstützen.
GABA unterstützen
Sie können den GABA-Spiegel in Ihrem Körper auf natürliche Weise fördern durch:
- Maßvolle Bewegung
- Ausreichend Schlaf, Entspannung, Achtsamkeit und Meditation
- Gesunde Ernährung, reich an Glutamin und Magnesium
GABA in Lebensmitteln
GABA wird unterstützt durch Lebensmittel, die reich an Glutamin sind. Beispiele für solche Lebensmittel sind:
- Grünes Blattgemüse
- Hülsenfrüchte
- Vollkorngetreide
- Fleisch und Fisch
- Eier
Nahrungsergänzungsmittel für die GABA-Bildung
Für die Bildung von GABA sind folgende Vitamine und Mineralstoffe notwendig:
- Zink
- Mangan
- Magnesium
- Vitamin B6
- L-Taurin
Tipp: Vitstore Magnesium Bisglycinat enthält Magnesium und L-Taurin.
Neurotransmitter aus dem Gleichgewicht?
Sind Ihre Neurotransmitter aus dem Gleichgewicht, kann dies Ihre Stimmung beeinflussen. Zu wenig bestimmter Neurotransmitter kann beispielsweise zu Antriebslosigkeit führen, während ein Zuviel unruhige Gefühle im Körper auslösen kann.
Sie können versuchen, Ihre Neurotransmitter auf natürliche Weise ins Gleichgewicht zu bringen, wobei eine eiweißreiche Ernährung die Grundlage bildet. Auch die richtigen Vitamine und Mineralstoffe sind entscheidend, um Aminosäuren aus Eiweiß in Neurotransmitter umzuwandeln.
Zudem sind ausreichend Sonnenlicht, Bewegung, Entspannung, Schlaf und gesunde Ernährung wichtig. Nahrungsergänzungsmittel können als tägliche Ergänzung einen zusätzlichen Beitrag zu einem gesunden Lebensstil leisten.